Stand: 09.04.07

Navigation 

Home

Aktionen-Bilder

Dienststellen

Fundgrube

I n t r a n e t
(nur im CNPOL verfügbar)

Kontakt

Links

Personen 

Presse (eigene)

Spaß + Freizeit

Termine

VL (nur für
Vertrauensleute)

DOWNLOAD

Mitglieder der
Kreisgruppe:
     767
______________

Impressum

GdP-Erftkreis
Philipp-Schneider-Str. 8-10
50171 Kerpen
Tel. 02233/52-2011
Michael Mertens

© GdP 
Kreisgruppe Erftkreis
Ersteller: 
Karl-H. van Nahmen
khvn@gmx.de


 

 Mecky auf dem Weg nach Berlin

Erste Fans sind unterwegs nach Berlin

Reportage

Noch ist das entscheidende Spiel der Alemannia in Karlsruhe um den Aufstieg in die Erste Bundesliga nicht gespielt, da sind schon die ersten Fans auf dem Weg zum Endspiel im DFB-Pokal in Berlin. Heute Morgen um 9 Uhr war der Start am Tivoli …. mit dem Fahrrad.


Michael Mertens und seine Freunde (alle zwischen 38 und 43 Jahre alt) wollen pünktlich am Pfingstsamstag zum Anstoß des Endspiels am Berliner Olympiastadion eintreffen. Begleitet werden die eigentlich recht ungeübten Radfahrer - "unsere meisten Radtouren führen uns eigentlich nur zum Bäcker und enden kurze Zeit später wieder am Frühstückstisch" - von Freunden mit einem Wohnmobil, sodass Verpflegung und Übernachtung gewährleistet sind.

Wie die Alemannia-Fans auf diese Idee gekom-men sind, erklärt Michael Mertens. "Ein Schalke-Fan und Kollege aus Düren hat dies einmal in die Tat umgesetzt, als seine Mannschaft 2002 gegen Leverkusen im Endspiel stand. Damals sagte ich im Gefühl des ‚Niemals-Eintreten-Werden', so verrückt wäre ich nur, wenn die Alemannia auch einmal ins Endspiel kommen würde. Vor dem Viertelfinale gegen die Bayern wurde ich noch einmal an diese Aussage erinnert. In Aussicht der geringen Gefahr habe ich meine vollmundige Aussage bestätigt. Tja, und jetzt habe ich den Schlamassel. Es ist also eher keine Wette, sondern mehr eine Frage der Ehre."

Angst vor den Strapazen haben die Tourteilnehmer nicht. "Genau das und die Skepsis mancher Be-kannter machen eigent-lich den Reiz aus und wir als Polizeibeamte und Gewerkschaftsfunktionäre sind es gewohnt, uns für andere den A…. aufzurei-ßen." Dann bleibt uns nur, den Radlern viel Erfolg auf ihrem unge-wöhnlichen Weg nach Berlin zu wünschen. 750 km per Rad in einer Woche sind nicht einfach, doch die Alemannia hat in dieser Saison vorgemacht, dass nichts unmöglich ist.



Sport
30.05.2004

Anstieg zum Fußballgipfel

Fünf Aachener Fans sind mit dem Rad zum Pokalfinale nach Berlin gefahren

Von Christian Gödecke

Berlin - Im März konnte Michael Mertens noch nicht ahnen, dass irgendwann die Hölle gefrieren würde. Der 40-jährige Hauptkommissar, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei im Rhein- Erft-Kreis und Sympathisant von Zweitligist Alemannia Aachen, bekam vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen Aachen und dem FC Bayern München einen Anruf vom Gewerkschaftsvorsitzenden aus Düren. Der erinnerte ihn an eine Wette, die bereits zwei Jahre zurück lag. Damals hatte Mertens angeboten, mit dem Fahrrad nach Berlin zu fahren, wenn Aachen mal im Endspiel stehen würde. „Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Aachen mal ins Pokalfinale kommt, war ja so hoch wie Nachtfrost in der Hölle“, sagt Mertens heute. Weil die Wahrscheinlichkeit, dass Aachen die großen Bayern aus dem Pokal werfen würde, gegen Null ging, stimmte Mertens zu. Doch die Bayern verloren, Alemannia Aachen gewann auch das Halbfinale gegen Borussia Mönchengladbach – und die Hölle war gefroren. Mertens musste nach Berlin fahren. Mit dem Rad.

Am Samstag vor einer Woche machte sich der Hauptkommissar auf den Weg von Aachen nach Berlin: 800 Kilometer in sieben Tagen, durch Mittelgebirge wie den Harz mit Höhenunterschieden von bis zu 900 Metern. Nicht leicht für einen Hobbysportler wie Mertens, der bisher „mit dem Fahrrad gerade mal die Brötchen geholt“ hatte. Auch Uwe Hacking, 41 Jahre alt und wie Mertens Hauptkommissar bei der Polizei, glaubte nicht an seinen Kollegen. „Ich habe zu ihm gesagt, dass er diese Strecke nicht schafft. Spätestens im Mittelgebirge ist Schluss.“ Aber bis dahin wollte Hacking dabei sein, auch um sicherzugehen, „dass der Michael jeden Meter mit dem Fahrrad fährt“. Drei weitere Kommissare opferten ihre Freizeit und schlossen sich Mertens an. Hacking mietete ein Wohnmobil und fuhr als Kartenleser eine Woche hinter den Kollegen her: „Die körperlichen Strapazen wollte ich mir nicht antun.“

Michael Mertens fuhr tatsächlich jeden Meter. Am Montag wäre die Tour aber fast vorbei gewesen. „Der dritte Tag war der entscheidende, da war im Sauerland unsere ,Königsetappe’ über 162 Kilometer. Ich war kurz vorm Aufgeben“, sagt Mertens. Dass es weiterging, war vor allem Gerald Kemmerling zu verdanken. Der 45-Jährige ist der Sportlichste von allen. Und so musste Kemmerling, der auch schon einen Marathon gelaufen ist, häufig an vorderster Position fahren, im Wind. „Da konnte ich nachvollziehen, wie sich Rolf Aldag fühlt, wenn er Jan Ullrich die Berge hochschleppt.“ Und wer war Jan Ullrich in der Gruppe? „Das war schon der Michael Mertens. Aber eher Ullrich im Januar, wenn er noch nicht im Training ist“, sagt Kemmerling. Vielleicht rührte Kemmerlings Ehrgeiz auch aus der Tatsache, dass er Fan des Bundesliga-Absteigers 1. FC Köln ist. „Die Fahrt war Buße für den Abstieg und Wallfahrt, dass der FC im kommenden Jahr wieder in Berlin spielt.“

Der sportliche Ehrgeiz der fünf Polizisten auf Deutschlandtour wurde mit jedem Tag größer. Wohl auch deshalb, weil sie lange von Pannen verschont blieben. Das änderte sich in Magdeburg. Ein Seilzug riss, und der einzige Fahrradladen weit und breit war geschlossen. Der Besitzer feierte gerade seine Silberhochzeit. „Nachdem wir geklingelt hatten, hat der Mann das Jacket ausgezogen, die Ärmel hochgekrempelt und den Seilzug gewechselt“, erzählt Uwe Hacking. „Die Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft im Osten war großartig. Ich war ja zum ersten Mal hier.“

Am Freitagmittag sind Michael Mertens und seine Kollegen am Olympiastadion angekommen. 809 Kilometer und acht Stunden täglich im Sattel liegen hinter ihnen. „Diese Tour konnten wir nur im Team schaffen. Und auch die Alemannia kann im Finale nur bestehen, wenn sie zusammenhält“, sagt Mertens. Auf einen Sieg wollte er nicht wetten. Denn zurückfahren möchte er mit dem Auto.

http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/30.05.2004/1155105.asp

 

Berliner Kurier

Fussball

25. Mai 2004
---

Aachen-Fans: 750 km mit dem Rad nach Berlin

Aachen/Berlin - "Nächste Woche gibt es wieder ein Endspiel!" Das war der spontane Trost von Aachen-Präsident Horst Heinrichs. Gerade hatte seine Alemannia durch ein 0:1 beim Karlruher SC den Bundesliga-Aufstieg verpasst. 10 000 schwarz-gelbe Fans riefen fast trotzig: "Berlin, wir fahren nach Berlin." Einige sogar mit dem Fahrrad. Seit Samstag sind Michael Mertens und Co. mit dem Drahtesel die 750 km zum DFB-Pokalendspiel im Olympiastadion gegen Werder Bremen unterwegs. Mertens: "Das haben wir für den Fall der Final-Teilnahme gewettet. Wir haben nie ernsthaft daran geglaubt, zur Tat schreiten zu müssen." Freunde begleiten die Truppe im Wohnmobil, sorgen für Verpflegung.

 

Quellen: Alemania Aachen, Tagesspiegel und Berliner Kurier