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 (Quelle: Wachen in Gefahr?  Kölnische Rundschau)

Erftkreis

Wachen in Gefahr?

29.08.2003 22:36 Uhr

ERFTKREIS. „Die Stimmung ist katastrophal“, fasst Stefan Bauer, Vorstandsmitglied der Polizeigewerkschaft (GdP), die Gemütsverfassung seiner Kollegen zusammen. Weil das Geld auf Landesebene knapp ist, will die Landesregierung unter anderem die Wochenarbeitszeit auf 41 Stunden hoch schrauben, Weihnachts- und Urlaubsgeld kürzen. „Wenn auf diese Weise langfristig noch mehr Personal abgebaut werden soll, ist das für uns nicht mehr verkraftbar“, sagt auch Walter Wecker, Leiter des Bereichs Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Erftkreis.

Die GdP ist deshalb zurzeit auf Tour, um bei Politikern Alarm zu schlagen. „Diese Pläne bedeuten, dass im Erftkreis bald etwa 50 Beamte weniger beschäftigt sein werden“, sagt GdP-Kreisvorsitzender Michael Mertens. Das entspreche der Besetzung der Polizeiwachen Pulheim und Erftstadt oder Brühl und Wesseling. „Im Klartext: Über kurz oder lang werden Wachen geschlossen. Und das bei steigender Kriminalität,“ so Mertens. Die erneuten finanziellen „Sonderopfer“ störten außerdem ganz erheblich den Gerechtigkeitssinn der Polizisten. „Diese Diskussion führt zu einer unsäglichen Neiddebatte“, sagt Bauer.

Die Überlegungen, im Zuge einer Polizeireform Bürokratie abzubauen und so mehr Beamte im Streifendienst zu gewinnen, werden übrigens von der GdP unterstützt. (psi)

(KR)
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