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Podiumsdiskussion in Erftstadt
 


( Quelle: Kölnische Rundschau  )


30.04.2005 07:15 Uhr

ERFTSTADT.
Die anstehende Neuordnung der Polizeiführung und der NRW-Polizeiverwaltung waren gestern das Diskussionsthema bei einem Kurzbesuch des NRW-Innenministers Fritz Behrens im Liblarer Rathaus.

Eine neue Form der Brutalität, wie unlängst in Düsseldorf, und zahlreiche anstehende Großereignisse machen nach Ansicht des Ministers eine Umstrukturierung und damit einhergehend eine Optimierung der inneren und äußeren Organisation der Kreispolizeibehörden notwendig. Den zu der frühen Tageszeit wenigen, im Erftstädter Ratssaal anwesenden Bürgern, versprach der Minister, dass die Arbeit der Polizei im ländlichen Bereich nicht eingeschränkt werde. Im Gegenteil, so Behrens, die nach der Neugliederung landesweit freiwerdenden 2100 Stellen würden der Polizeipräsenz vor Ort zugute kommen. „Die Wachen werden also sogar verstärkt“, sagte der oberste Polizeichef des Landes.

In diesem Zusammenhang erklärten der Erftstädter Edgar Moron, SPD-Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag, und Innenminister Fritz Behrens unisono auch auf Nachfrage des Polizeigewerkschafters Michael Merten (GdP), die beiden Wachen in Pulheim und Erftstadt blieben erhalten und rund um die Uhr besetzt. Das gelte, selbst wenn dieser Sachverhalt im Wahlkampf von der Gegenseite immer wieder in Frage gestellt werde. „Eine Stadt mit mehr als 50 000 Einwohnern braucht eine Polizeiwache, die rund um die Uhr besetzt ist“, so Moron. Hausherr Bürgermeister Ernst-Dieter Bösche und SPD-Landtagskandidat Guido van den Berg schlossen sich dieser Ansicht an.

Von den Veränderungen sei nur ein geringer Teil der Beamten im Land betroffen, versprach der Innenminister. Die Bedenken der Landräte, die Arbeit der Polizei würde durch die Neuordnung anonymer, teilt Behrens nicht. Gleichwohl, sagte der Innenminister, hänge gute Polizeiarbeit nicht von der politisch motivierten Position eines Landrates ab. Für die Führung der Polizei brauche man Menschen, die sich in der Verwaltungsspitze einer Polizeibehörde auskennen. Eine vertiefte Kenntnis sprach der Innenminister den Landräten im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der Polizei ab. „Ich kann jedoch verstehen, dass die Landräte um ihre Stellung kämpfen.“ (wit)

(KR)

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(Quelle: Kölner Stadtanzeiger Nr. 100 v. 39. Apr./1. Mai 2005)